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Bis du mobil? Worauf wartest du dann noch?

von Andrew Burke   © 2006 Videomaker, Inc.

Videomaker Magazine

Wir können heute beinahe überall Videos erstellen. Wir sind nicht mehr an ein TV-Studio, einen Schneideraum oder sogar unsere eigenen vier Wände gebunden. Selbst mit den einfachsten Geräten können wir überall tolle Videos drehen, sei es im Urlaub mit dem Wohnmobil, beim Campen oder Wandern oder auf einer Auslandsreise. Ein mobiles Studio besteht hauptsächlich aus drei Komponenten: einem Camcorder, einem Laptop und einem gelegentlich verfügbaren Internetanschluss. Mehr brauchen wir nicht, um unterwegs zu drehen, zu schneiden und das Endprodukt weiterzugeben. Nachfolgend sind einige Dinge aufgeführt, die du beim Einrichten deines mobilen Studios beachten solltest.

Dein Computer

Hier solltest du möglichst minimalistisch sein. Ein mittelgroßer Laptop ist die beste Lösung. Ein ultrakompaktes 12-Zoll-Modell ist sicher praktisch für unterwegs, aber du wirst dich wahrscheinlich bald nach dem größeren Bildschirm eines 15-Zoll-Modells sehnen. Die größten Modelle haben in der Regel auch die größten Bildschirme und die meiste Speicherkapazität für deine Videos. Der Nachteil ist, dass sie sperrig sind. Für die HDV-Bearbeitung brauchst du mindestens ein Gigabyte RAM und ausreichend Festplattenspeicher, damit du keine zusätzliche Festplatte anschaffen musst. Auch ein Ersatzakku ist sinnvoll.

Dein Camcorder

Kleiner ist besser! Am besten sind jedoch immer Geräte, mit denen du dich auskennst. Suche einen kompakten Camcorder, der nicht zu viel wiegt. Eine Schulterkamera kommt allerdings kaum in Frage. Außerdem sind für einige Kameras Kassetten mit speziellen Beschichtungen notwendig. Diese Kassetten sollten unter widrigen Umständen besse Ergebnisse liefern.

Wenn du noch keinen Regen- bzw. Staubschutz hast, dann ist jetzt die beste Gelegenheit, einen zu kaufen. In der Zwischenzeit kannst du deinen Camcorder mit einer Plastiktüte oder einem Müllbeutel schützen: Dazu musst du nur den UV-Filter entfernen (du hast doch einen, oder?!), die Tüte über deinen Camcorder stülpen und den UV-Filter über der Tüte wieder anbringen. Schraube dann den Filter wieder ab und entferne das Loch, das durch das Aufschrauben entstanden ist. Bringe den Filter wieder an und befestige die Tüte mit einem Gummiband vorne am Objektiv.

Deine Internetverbindung

Drahtlos: In Cafés, Bibliotheken, Parks und anderen öffentlichen Plätzen sowie bei McDonalds gibt es Hotspots für einen drahtlosen Zugriff auf das Internet. Vielerorts ist die Wi-Fi-Technologie kostenlos, manchmal ist jedoch eine geringe Servicegebühr zu entrichten. Wenn du keinen Hotspot findest, kannst du auch den in vielen Hotels vorhandenen DSL-Zugang nutzen.

Modem: Die Verbindung ist für das Hochladen von Videos nicht schnell genug. Du kannst dein Blog aktualisieren oder deinen Freunden eine E-Mail senden, dass du dein Video postest, sobald du über eine schnellere Verbindung verfügst.

Webspace

Egal, ob du eine Homepage hast oder eine Hostingsite wie Flickr oder YouTube verwendest, das Internet ist das Mittel der Wahl, wenn es darum geht, zu zeigen, was du geschaffen hast. Mit Softwareanwendungen wie iWeb von Apple (Teil von iLife 06, 79 US-Dollar) oder Vlog It! Von Serious Magic (49 US-Dollar) kannst du Videos ganz schnell und einfach "senden".

Beleuchtung

Hier ist es ideal, eine Beleuchtungseinheit am Zubehörschuh deines Camcorders zu montieren, da du ja wahrscheinlich keine Leuchtenstative herumschleppen möchtest. Du solltest ein kleines, batteriebetriebenes Set wie das DV Camera Kit von Litepanels (reduziert 650 US-Dollar) in Betracht ziehen, insbesondere, da bei den Geräten mancher Hersteller die Ersatzakkus des Camcorders für die Stromversorgung verwendet werden können.

Es kann sich lohnen, einen flexiblen Bouncer mitzunehmen. Du musst keine Batterien aufladen und es können keine Kabel verloren gehen oder Birnen platzen. Außerdem kannst du ihn bis zur Größe eines Frisbees zusammenfalten.

Solarpanels

Solarpanels sind essenziell, wenn kein Netzanschluss in der Nähe ist. Solarpanels für Laptops kosten ungefähr 400 US-Dollar. Einige Hersteller bieten auch Panels mit einer Leistung von 20 Watt oder mehr an, die für die meisten Camcorder ausreichen. Fang die Sonnenstrahlen ein!

Stative

Ein kleines Reisestativ ist für die kleinsten Camcorder geeignet. Sie sind noch nicht einmal 25 cm lang und passen sogar in die Jackentasche oder Handtasche. Für Prosumer-Camcorder brauchst du ein leichtes Standardstativ. Ein Einbeinstativ reicht eventuell auch aus. Das kannst du auch als Mikrofonangel verwenden.

Andrew Burke ist Redaktionsassistent bei Videomaker, Mitglied der Association of Independent Video and Filmmakers (AIVF) und hat bei Videoproduktionen in aller Welt mitgearbeitet.

Dieser Artikel wurde in der Ausgabe vom Juli 2006 des Videomaker Magazine zum ersten Mal veröffentlicht. Weitere Infos zur Videoproduktion findest du auf der Website des Magazins oder in der Video-Toolbox.